Ein
musikalisches Weltwunder.
Deutschem Erfindungsgeist ist es geglückt, eine geradezu phantastisch er-
scheinende Idee - ein
akustisches Seitenstück zur Platte des Photo-graphen
- zu verwirklichen.
Die neue Erfindung ist das Reproduktionsklavier "Mignon",
welches das Spiel der berühmten Meister des Klavierspiels selbsttätig und
völlig getreu wiedergibt.
Das Reproduktionsklavier hat nichts gemein mit
mechanischen Spielapparaten wie Pianola, Phonola etc.,
sondern es hört die
Unterscheidung zwischen dem Spiel des aufgenommenen Künstlers und der
Wiedergabe des Reproduktionsklaviers überhaupt auf. Ueber die blosse Finger-
fertigkeit vermag dieses
Wunderklavier
alles, was an der Leistung eines Künst-
lers das Persönliche und Charakteristische ausmacht, zur Geltung zu bringen;
es handelt sich also nicht um ein Surrogat, sondern um eine vollwertige
Vertretung.
Wer mit der Spielweise
d'Alberts,
Lamonds,
Rislers,
Staven-hagens
etc. vertraut ist, vermag sie bei der
Wiedergabe sofort zu erkennen.
Wenn das Reproduktionsklavier vor 50 Jahren
existiert hätte, könnten wirauch heute noch
dem Spiel der grossen Meister wie
Liszt, Rubinstein, Bülowlauschen und daran lernen. Von den Grossen der Gegenwart
ist das Spielaber nun für die Nachwelt festgehalten; schon jetzt sind zur
Reproduktionaufgenommen:
Eugen d'Albert,
Konrad Ansorge,
Ferruccio Busoni,
TeresaCarreno,
Ernst von Dohnányi,
Artur Friedheim,
Ossip Gabrilowitsch,
AlfredGrünfeld,
Heinrich Grünfeld,
Clotilde Kleeberg,
Alexander Krah,
FredericLamond,
Artur Nikisch,
Egon Petri,
Raoul Pugno,
Max Reger,
Carl Reinecke,
Alfred Reisenauer,
Alice Ripper,
Xaver Scharwenka,
Artur Schnabel,
JosephSlivinski,
Bernhard Stavenhagen,
Felix Weingartner,
Karl Wendling. DasReproduktionsklavier bedeutet für die Hausmusik
eine unendliche Bereiche-rung.
Nicht nur, dass man
in seinem Heim
sich jeden
Augenblick von denobengenannten Künstlern vorspielen lassen kann, wer singt oder geigt etc.
wird sich sogar
künstlerisch vollendet begleiten lassen können.
Die Bedeutung
der Erfindung ist denn auch von allen namhaften Pianisten anerkannt worden,
wie nachfolgende Aeusserungen beweisen:
Eugen d'Albert:
Das Mignon-Reproduktionsklavier ist
eine
Aufsehen erregende Erfindung.
Konrad Ansorge:
Es ist ein ausgezeichnetes Bildungs-
mittel für Konservatorien, wo den Stu-
dierenden die Vortragsart eines Mei-
sters zu jeder Zeit vorgeführt werden
kann.
Ferruccio Busoni:
Mignon ist ebenso verblüffend für den
Uneingeweihten, als sie
für den Einge-
weihten bewunderungswürdig sein muss.
Teresa Carreno:
Meine Bewunderung für die grossartige
Erfindung kennt keine Grenzen.
Ernst von Dohnányi:
Man kann nur staunen und bewundern.
Ossip Gabrilowitsch:
Mignon ist sicher eine der wunder-
barsten Erfindungen, die dem mensch-
lichen Geiste gelungen sind.
Alfred
Grünfeld:
Ich gestehe gerne, dass ich geradezu
verblüfft war, als ich mit eigenen Ohren
hörte, in welcher Weise Mignon die
von Künstlerhand gespielten Musik-
stücke wiedergibt.
Vorführung des Klaviers kann einstweilen nur nach vorhergegangener Anmeldung
erfolgen.
Alleinvertretung bei
Alfred Schmid Nachf.,
33-34 Theatinerstrasse 33-34.
Clotilde Kleeberg:
Es scheint mir, als ob in Mignon der Spie-gel der
Musikseele gefunden wäre.
Frederic Lamond:
Ich sehe den Mignon-Apparat als dasgrösste
Wunder der Jetztzeit an.
Artur Nikisch:
Die Wiedergabe ist nach jeder Richtung,
sowohl was das rein technisch virtuose, als
auch was das musikalisch-poetische Moment
betrifft, eine so verblüffend natürliche,
dassman
wirklich meint, den Künstler in Per-
son vor sich zu sehen und ihn spielen zu
hören.
Raoul Pugno:
In dieser Wiedergabe findet man alle
charakteristischen Eigenschaften des Künst-
lers, den Rhythmus, die Eleganz und Vir-
tuosität im Spiel, seine Auffassung in Be-
zug auf die Phrasierung und sogar die
Verwendung der beiden Pedale.
Alfred Reisenauer:
Hier ist zugleich ein technisches und philo-
sophisches Problem in vollendetster Form
gelöst.
Felix
Weingartner:
Der Mignon-Apparat ist das Unglaublichste
an Vollendung, was man sich denken kann.
Was grosse Meister unserer Tage leisten,
kann nun nicht mehr
untergehen
und spä-
tere Generationen werden die Früchte die-
ser genialen Erfindung geniessen.